
Warum Loslassen nicht Kontrollverlust bedeutet
Kraft finden durch Vertrauen, Atem & innere Klarheit
Loslassen. Ein Wort, das gleichzeitig befreiend und bedrohlich klingen kann. Vielleicht kennst du den Satz: „Du musst einfach loslassen.“ Doch wenn wir ehrlich sind, fühlt sich das oft gar nicht so einfach an. Im Gegenteil: Viele von uns verknüpfen Loslassen mit Kontrollverlust, Unsicherheit oder Schwäche.
In Wahrheit bedeutet Loslassen jedoch nicht, alles aufzugeben oder haltlos durchs Leben zu treiben. Ganz im Gegenteil: Loslassen ist ein Akt der Kraft, der Hingabe und der inneren Freiheit.
In diesem Beitrag erfährst du:
warum wir oft so große Angst davor haben, loszulassen,
wie dein Körper und Nervensystem Loslassen verhindern oder erleichtern können,
was Loslassen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bedeutet,
welche spirituelle Dimension im Loslassen steckt,
und wie du mit einfachen Übungen sofort beginnen kannst, Raum für Neues zu schaffen.
Warum wir Loslassen fürchten
Loslassen klingt leicht – ist aber eine der schwierigsten Aufgaben im Leben. Denn unser System hat gelernt: „Lieber festhalten als fühlen.“
Wir fragen uns:
- Wer bin ich, wenn ich nicht mehr festhalte?
- Was bleibt von mir übrig, wenn ich alte Muster, Rollen oder Beziehungen loslasse?
- Bin ich allein, wenn ich einen Menschen gehen lasse?
Festhalten vermittelt uns Sicherheit, Kontrolle und Stabilität. Loslassen dagegen wirkt wie ein Sprung ins Ungewisse. Genau hier liegt jedoch die Chance: Loslassen ist kein Kontrollverlust – sondern ein Zurückfinden in deine eigene Kraft.
Wie dein Körper Loslassen speichert oder blockiert
Unser Körper erinnert sich. Alles, was wir nicht emotional verarbeiten, speichert sich im Nervensystem und in den Zellen. Loslassen fällt deshalb nicht schwer, weil wir es „nicht wollen“, sondern weil sich unser Körper nicht sicher genug dafür fühlt.
Typische Anzeichen von „Festhalten im Körper“ sind:
- Verspannungen im Nacken, Kiefer oder Schultern
- flache Atmung
- Verdauungsprobleme
- Schlafstörungen
- ständige Erschöpfung oder innere Unruhe
Loslassen ist also keine reine Kopfsache – es ist eine körperliche Erfahrung. Erst wenn dein Nervensystem versteht, dass Loslassen sicher ist, kann es geschehen.
Was Loslassen wirklich bedeutet
Loslassen heißt nicht:
Schwäche zeigen
aufgeben
sich auflösen
Kontrolle verlieren
Loslassen bedeutet vielmehr:
aufhören, gegen das Leben anzukämpfen
sich selbst zu vertrauen
Energie zurückzuholen
Raum für Neues zu schaffen
Es ist die Entscheidung: „Ich darf heute anders sein als gestern.“
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Wie Loslassen über den Körper gelingt
Atemarbeit (Breathwork)
Dein Atem ist das direkteste Tor zu deinem Nervensystem. Durch bewusstes Atmen lernt dein Körper: „Es ist sicher, loszulassen.“
- Anspannung löst sich
- Blockierte Emotionen dürfen fließen
- Dein System reguliert sich
EFT (Emotional Freedom Technique)
Mit leichten Klopfimpulsen aktivierst du Akupunkturpunkte und löst emotionale Blockaden. Loslassen wird so zu einer neurologischen Neuverknüpfung: Dein Gehirn verknüpft alte Themen mit neuen, stärkenden Glaubenssätzen.
Mindset-Arbeit
Loslassen geschieht auch über neue Überzeugungen:
- „Es ist sicher, zu vertrauen.“
- „Ich darf die Kontrolle abgeben.“
- „Ich vertraue meinem Weg.“
Das Wiederholen solcher Affirmationen baut über Neuroplastizität neue neuronale Bahnen auf – und macht Loslassen Schritt für Schritt leichter.
Loslassen in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
In der TCM ist Loslassen dem Metall-Element zugeordnet, das im Spätsommer und Herbst seine Zeit hat. Es steht für Reinigung, Abgrenzung und Klarheit.
Die zugehörigen Organe sind:
- Lunge → Atmung, Verbindung, Lebensenergie
- Dickdarm → Ausscheidung, Abgrenzung, Raum für Neues
Wenn wir nicht loslassen können, zeigt sich das oft körperlich:
- Atemnot, Husten oder Druck auf der Brust
- Verstopfung oder Trägheit
- Hautprobleme als Ausdruck von Abgrenzungsschwierigkeiten
Loslassen bedeutet in der TCM: Vergangenes gehen lassen, um Platz für Neues und für Qi (Lebensenergie) zu schaffen.
Spirituelle Dimension des Loslassens
„Hingabe ist kein Aufgeben. Hingabe ist das Vertrauen, dass das Leben dich trägt.“
Loslassen ist auf spiritueller Ebene ein Akt von Hingabe und Vertrauen. Wenn wir loslassen, treten wir aus dem Ego-Bewusstsein aus – aus dem ständigen Drang, alles zu kontrollieren.
Das geschieht dabei:
- Dein Energiefeld wird klarer
- Du kommst in Resonanz mit neuen Möglichkeiten
- Du gibst dem Universum die Erlaubnis, dich zu unterstützen
Loslassen ist deshalb kein Ende, sondern ein Anfang. Es ist ein Öffnen für eine höhere Frequenz und eine tiefere Verbindung zu deinem wahren Selbst.
Praktische Übung: Jetzt loslassen
Mach es dir bequem, schließe die Augen und atme tief ein.
- Atme 4 Sekunden ein.
- Halte den Atem für 4 Sekunden.
- Atme 6–8 Sekunden langsam aus.
- Spüre bewusst, wie Anspannung mit dem Ausatmen geht.
Stell dir dabei vor, wie du etwas, das dich blockiert, liebevoll dem Universum übergibst. Du musst nichts erzwingen – nur erlauben.
Warum Loslassen dich wirklich befreit
Loslassen heißt nicht, alles zu verlieren. Loslassen heißt, dich von dem zu befreien, was dir nicht mehr dient. Es ist eine Rückkehr zu dir selbst, zu Vertrauen, zu innerem Frieden.
Denn wenn du loslässt, entsteht Raum. Raum für Klarheit. Raum für Liebe. Raum für dein wahres Selbst.
Loslassen bedeutet nicht, schwach zu sein. Es bedeutet, stark genug zu vertrauen. Dein Körper, dein Atem, dein Herz und deine Seele begleiten dich auf diesem Weg. Ob über Breathwork, TCM, Mindsetarbeit oder Spiritualität – Loslassen ist immer ein Schritt in Richtung Freiheit.
„Loslassen heißt nicht, dass du aufgibst. Loslassen heißt, dass du aufhörst, gegen dich selbst zu kämpfen.“
Ich danke dir .
Smile & breathe
Deine Natalie